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Deutsche Juniorenmeisterschaften

Zum Saisonhöhepunkt unserer Rennmannschaft ging es vom 23.6. bis 26.6. nach Köln. Nachdem dort fünf Wochen zuvor bereits die Juniorenregatta stattfand, wurde nun auf dem Fühlinger See um die Deutschen (Jahrgangs-)Meistertitel der jeweiligen Altersklassen: Junior B (U17), Junior A (U19) und Senior B (U23) gekämpft.

Am Donnerstag starteten alle zunächst mit den Vorläufen über die 1500 Meter (U17) bzw. 2000 Meter lange Strecke. Am Freitag standen die Hoffnungsläufe und Bahnverteilungsrennen an. Samstags wurden bei den Junioren die Halbfinals ausgefahren, bei den U23 Sportlern ging es in den Finals bereits um die Titel. Sonntag dann der Höhepunkt für die Junioren: in sieben Rennen konnten die Konstanzer Sportler um Edelmetall mitfahren.

Den Anfang machte Dean Hengst mit seinem Partner Jannik Fachat von der Stuttgarter Rudergesellschaft im Doppelzweier der B-Junioren. Über Platz zwei im Vorlauf und Platz drei im Halbfinale gelang dem Duo der Einzug ins Finale. Hier entwickelte sich über die gesamte Strecke hinweg ein harter Kampf von vier Booten, die die Medaillen unter sich ausmachten. Dean und seinem Partner gelang es, sich mit einem sehr starken Rennen den zweiten Platz zu sichern - somit sind sie Deutscher Vizemeister und qualifizieren sich mit diesem Ergebnis auch für den Nachwuchskader des Deutschen Ruderverbandes!

Kurz darauf ging es für Maximilian Göthel zusammen mit Jakob Holl (Ruderverein Esslingen) im Finale des A-Junioren Doppelzweiers an den Start. Das Duo hatte sich über Vorlauf, Hoffnungslauf und Halbfinale ebenfalls für das A-Finale der Meisterschaft qualifiziert und fuhr dort gegen die fünf gesetzten Boote des Deutschen Ruderverbandes, die sich alle für die Juniorenweltmeisterschaften qualifizieren wollten. In diesem sehr starken Feld gelang es den beiden Athleten, ein Boot hinter sich zu lassen und somit die Ziellinie als fünftschnellstes Boot deutschlandweit zu überqueren.

Mittags startete Maximiliane Blaser im leichten Einer der B-Juniorinnen. Nach einem krankheitsbedingten Ausfall ihrer Zweierpartnerin musste sich die junge Athletin kurzfristig im Einer auf ihre erste Deutsche Meisterschaft vorbereiten. Hier konnte sie sich über den Vor[1]und den Hoffnungslauf, sowie einem starken vierten Platz im Halbfinale für das B-Finale qualifizieren, in welchem sie dann vom Start weg das Tempo diktieren konnte und das Rennen souverän für sich entschied. Somit erreichte Maximiliane bei ihrer ersten Meisterschaft als Newcomer Gesamtplatz sieben - mit einer Zeit, die im A-Finale für Platz vier gereicht hätte!

Daraufhin folgte Paul Maissenhälter im leichten Einer der A-Junioren. Nach Siegen bei den Juniorenregatten in München, Köln und Duisburg war er einer der großen Medaillenfavoriten und konnte sich über Vorlauf und Halbfinale mühelos für das A-Finale qualifizieren. Hier attackierte er das führende Boot aus Ratzeburg über die gesamte Strecke hinweg hart und sicherte sich schlussendlich Platz zwei mit 19/100 Sekunden Rückstand auf Gold im Ziel. Somit darf auch Paul sich nun Deutscher Vizemeister nennen!

In seinem zweiten Rennen an diesem Tag ging es für Dean, zusammen mit seinem Zweierpartner Jannik aus Stuttgart, sowie Moritz Bitz, Simon Gering und Steuermann Tim Schmidt aus Marbach im gesteuerten Doppelvierer der B-Junioren auf die 1500 Meter lange Strecke. Auch diese Mannschaft konnte sich über einen Sieg im Vorlauf und Platz zwei im Halbfinale für das A-Finale qualifizieren. Hier konnten sich zwei Boote etwas vom Feld lösen und drei weitere, darunter auch die Mannschaft um Dean, kämpften die gesamte Strecke hinweg um die Bronzemedaille. Im Ziel fehlten dann leider aufgrund des Doppelzweier Rennens am Morgen etwas die Kräfte, sodass man sich mit Platz fünf, aber weniger als einer Sekunde Rückstand auf Bronze zufriedengeben musste.

Kurz danach ging es auch für Franka Grummt, zusammen mit ihren 3 Partnerinnen aus Rheinfelden, Nürtingen und Karlsruhe, im Doppelvierer der A-Juniorinnen um die Medaillen. Über den Vor- und Hoffnungslauf konnte sich das Quartett fürs A-Finale qualifizieren, in dem es zwar ein gutes Rennen fuhr, aber gegen die Auswahlboote des Deutschen Ruderverbandes das Nachsehen hatte und die Meisterschaft mit Gesamtrang sechs beendeten.

Für Emilie Schaufler galt es kurz darauf sich zusammen mit drei Sportlerinnen aus Ulm im Leichtgewichts Doppelvierer der A-Juniorinnen zu behaupten. Auch dieses Quartett konnte sich über einen Vor- und einen Hoffnungslauf für das A-Finale qualifizieren und wollte dort in den Kampf um die Medaillen eingreifen. Allerdings fand die Mannschaft im Gegensatz zu den vorherigen Rennen im Finale leider nicht so gut ins Rennen und handelte sich schnell einen Rückstand auf die Spitze ein. Am Ende erreichen sie Gesamtrang sechs und können trotzdem sehr zufrieden mit ihrem Abschneiden bei der Meisterschaft sein.

Zum Abschluss der Meisterschaft aus Konstanzer Sicht ging erneut Paul Maissenhälter an den Start. Nach einem souveränen Sieg im Vorlauf des leichten A-Junioren Doppelvierers, welcher das Quartett direkt für das A-Finale qualifizierte, wollte er mit seinen Mannschaftskollegen aus Nürtingen, Trier und Mainz im Finale um die Medaillen kämpfen. Vom Start weg konnte sich das Boot mit Paul gemeinsam mit einer weiteren Renngemeinschaft vom Feld lösen und schnell war klar, dass diese beiden Boote die Gold- und Silbermedaille unter sich ausmachen. Im Ziel war der Luftkasten von Pauls Boot dann knapp hinter dem des anderen Bootes, sodass Paul erneut Silber gewonnen hat und sich nun zweifacher Deutscher Vizemeister nennen darf!

 Das sehr starke Gesamtergebnis der Konstanzer Trainingsgruppe rundeten Salome Horrer, die gemeinsam mit ihrer Partnerin vom Ruderverein Waldsee einen siebten Platz im leichten Frauendoppelzweier U23 erreichen konnte und Maximilian Göthel, der im Einer der A-Junioren auf Gesamtrang 13 fuhr, ab.

Somit ging ein langes Regattawochenende mit viel Spannung und drei Vizemeistertiteln für die von Antonia Wuerich und Lukas Geisenberger betreuten Sportler zu Ende.

Der Ruderverein Neptun Konstanz kann damit erneut auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken und ist stolz auf die Erfolge seiner Rennmannschaft. Nun gilt es, sich nach einer kurzen Pause, noch auf die anstehenden Landesmeisterschaften vorzubereiten, die dann Ende Juli in Breisach am Rhein den Saisonabschluss bilden werden.

Text: Salome Horrer, Fotos: Antonia Wuerich

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